3 Übungen, um dich schnell zu beruhigen

 

Nein, ich bin nicht von Natur aus tiefenentspannt. Obwohl es ja solche Leute geben soll.

Im Gegenteil. Ich war schon eher impulsiv, emotional, habe viele intensive Auf´s und Abs erlebt und als ob das nicht genug wäre, habe ich mir immer schon viele Gedanken über alles und jeden gemacht und mehr Verantwortung für meine Umgebung übernommen, als mir gut tat.

Dadurch wurde mir schon früh klar, dass ich mich auf die Suche machen musste, wenn ich ein glücklicheres, entspannteres und zufriedeneres Leben führen wollte. 

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es manchmal sein kann

– die Ruhe zu bewahren
– klare Gedanken zu fassen (wenn man sich gerade unheimlich aufregt hat)
– Ordnung ins eigenen Gefühlsleben zu bringen
– sich selber zu verstehen
– sich selber anzunehmen, auch wenn man sich gerade echt schlecht fühlt
– fokussiert zu bleiben, anstatt sich von Emotionen leiten zu lassen
– tief durch zu atmen, auch wenn rund um einen herum alle „verrückt spielen“
– sich zu lieben und zu sich selber zu stehen, wenn man gerade die totale Gefühlsachterbahn erlebt

Und deshalb habe ich über die Jahre ganz viele Dinge ausprobiert. Und dabei habe ich vor allem eines gelernt:

Wenn wir unsere alten, hinderlichen Gewohnheiten und Muster ablegen wollen, müssen wir:

 

ES WIRKLICH WOLLEN – DRAN BLEIBEN (also Disziplin) – GEDULD HABEN

 

Wahrscheinlich ist es vergleichbar mit dem Lernen eines Instruments.

Und weil wir Menschen am besten lernen, am produktivsten sind und auch am glücklichsten sind, wenn wir entspannt sind, möchte ich dir heute 3 einfache „Notfalls“-Techniken zur Beruhigung deiner Nerven und deines Gemüts an die Hand geben.

Denn: Wenn wir entspannt sind, ist alles möglich.

 

Was kannst du also tun, wenn dich wieder mal das Chaos – dein inneres oder das von außen – überkommt?

Schnell wirksame Beruhigungstechniken vereinen für mich 3 Dinge:
Atmung, Körperwahrnehmung und Fokus.

Hier meine Lieblingstechniken, die meine KundInnen und auch ich selbst schon oft erfolgreich angewendet haben:

 

Tipp Nr. 1:   4 – 1 – 4 – 1 – Atmung

Suche dir einen ruhigen Ort. Im Notfall auch das „stille Örtchen“, das geht immer und du musst dich nicht rechtfertigen oder erklären. Auf die Toilette muss schliesslich jeder!

Dort stellst du dich hüftbreit hin, mit lockeren Knien, legst beide Hände auf den Unterbauch und atmest tief in den Bauch ein. Zähle dabei bis 4.
Halte dann 1 Sekunde den Atem an.
Und dann atmest du tief aus. Zähle dabei auch bis 4.
Mache 1 Sekunde Pause.
Dann atmest du wieder 4 Sekunden lang ein. usw.
Versuche dich dabei nur auf die Atmung und deinen Bauch zu konzentrieren.
Ich empfehle die Übung so lange zu machen, bis du dich wirklich beruhigt hast und spürst wie dein Oberkörper wieder locker und entspannt wird.

 

Tipp Nr. 2:  Lege dich 5 Minuten auf den Boden.

Ja, wirklich auf den Boden und nicht ins Bett!

Wenn du das Gefühl hast, dass du gerade genervt, müde, überfordert oder „durch den Wind“ bist, wirkt das Wunder. Lege deinen Hände auf deinen Bauch und atme in deinem natürlichen Tempo in den Bauch hinein.
Diese Übung entlastet und du fühlst dich getragen. Dadurch, dass du dein ganzes Gewicht an den Boden abgibst, kannst du schnell Kraft schöpfen.
Ich lege mich sogar manchmal auf unseren Küchenteppich 🙂

 

Tipp Nr. 3:  Hand auf Herz und Bauch

Setze dich bequem auf einen Sessel und lehne deinen Rücken an. Lege eine Hand auf dein Herz, die andere Hand auf deinen Bauch. Und konzentriere dich auf deinen Atem und die Wärme deiner Hände.

Diese einfache Übung hilft besonders, wenn es dir emotional gerade nicht gut geht.

Ich hoffe, dass du die Übungen auch wirklich ausprobierst.

Weil Wissen über Wohlbefinden uns nur dann hilft, wenn wir es auch anwenden.

Darum viel Spaß beim Ausprobieren!

Ich freue mich schon auf deine Erfahrungen und deinen Kommentar!

Herzlich,

Alexandra